Sonntag, 17. Januar 2010

Aufklärung - bitte Kommentare gucken!

Lessing - Nathan der Weise, Ringparabel

http://www.youtube.com/watch?v=LenOm4JSYaY

Kommentare:

  1. Autoren:

    Französische Aufklärer: Voltaire (1694-1778)
    Jean-Jacques Rousseau (1712-1778)

    Voltaire (1694-1778)

    Zitate: "Vermutlich hat Gott die Frau erschaffen, um den Mann kleinzukriegen."

    "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung,
    dass ist unsere Illusion."

    Lebenslauf :

    Voltaire galt schon zu Lebzeiten als einer der bedeutendsten französischen wenn nicht sogar europäischen Autoren des 18. Jahrhunderts

    wurde am 21.November.1694 in Paris geboren
    1701 starb seine Mutter
    seine Schulzeit verbringt er im Jesuitenkolleg Louis-le-Grand
    1711-13 Jurastudium (Wille des Vaters) an der École de Droit
    doch er schreibt schon während seiner Schulzeit literarische Texte, wo er bei der Veröffentlichung eines seiner Werke, als frühreifes Talent bezeichnet wird.
    1713 folgen dann die Berufe als Notariatangestellter und Privatsekretär des französischen Botschafters, beide stellen ihn jedoch nicht zufrieden
    Hat mittlerweile schon den Ruf als geistreicher Versemacher erlangt
    1716 ein satirisches Gedicht über den Herzog Philipe d’Orléans bringt ihm die Verbannung aus Paris
    16.Mai.1716 kommt er für erneute Verssatiren in ein Nobel-Gefängnis, dort entsteht auch seine Tragödie „Oedipe“, nach 11 Monaten Haft, nennt er sich nach seiner Entlassung „de Voltaire“
    1718 durch die Aufführung von „Oedipe“ wird er schlagartig berühmt
    nach erneuter Haft geht er für drei Jahre nach England
    in den Jahren nach seiner Rückkehr in die Heimat Frankreich veröffentlichte er einige seiner Werke die ihn zu einem Wohlhabenden Mann machten…
    darauf führte er ein Wanderleben zwischen Paris, Cirey, Holland und Brüssel….
    durch seine Freundin entstand beim ihm auch mit der Zeit das Interesse für die Naturwissenschaft
    Tragödien wie „Mort de César“ und „Alzire“ wurden in den weiteren Jahren veröffentlicht
    Neben Theaterstücken verfasste er im Laufe der Zeit auch zunehmend Erzählungen und philosophische Werke
    1778 bricht er nur kurze Zeit nach der Uraufführung eines Theaterstücks „Irène“ entkräftet zusammen und verstirbt

    Philosophen der deutschen Aufklärung: Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716)
    Immanuel Kant (1724-1804)

    Dichter der deutschen Aufklärung: Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781)
    Johann Christoph Gottsched (1700-1766)
    Christoph Martin Wieland (1733-1813)

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  2. Werke:

    Gotthold Ephraim Lessing:
    • Miß Sara Sampson
    • Minna von Barnhelm
    • Emilia Galotti
    • Nathan der Weise
    Immanuel Kant:
    • Kritik der reinen Vernunft
    • Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?
    • Zum ewigen Frieden
    Christoph Martin Wieland:
    • Geschichte des Agathon
    Nathan der Weise – Ringparabel
    In diesem Gleichnis geht es um einen wertvollen Ring, der nach alter Familientradition, vom Vater, an den liebsten Sohn vererbt wird. Einmal jedoch liebte ein Vater seine drei Söhne gleichstark, um keinen davon zu verärgern bzw. zu enttäuschen, versprach er jedem „diesen Ring“. Darauf ließ er sich von einem Goldschmied drei Duplikate des Ringes erstellen und vererbte jedem Sohn eine der Fälschungen. Nachdem der Betrug des Vaters heraus kam, gingen diese vor Gericht um den „echten Ring“ zu finden. Der Richter jedoch, kam zu keinem rechtlich korrektem Ergebnis und gab ihnen den Rat, dass dieser Ring doch Beliebtheit bei seinem Träger hervorrufen sollte und da dies bei keinem der Söhne geschehen sei, der wahre Ring wohl verloren gegangen ist.
    Gattungen:

    bürgerliches Trauerspiel:
    eine Form des Dramas im 18. Jahrhundert, bei dem meist in vielen Textstellen Poetiken ( „Poetik“ = „Lehre der Dichtkunst“) auftreten. Unter anderem spielte es eine wichtige Rolle, dass die Charaktere bürgerlicher wurden und auch deren Meinungen im Schauspiel vertraten.

    Fabel:

    kurze epische Erzählung in Vers- oder Prosaform mit lehrreichem Inhalt. Am Ende einer Fabel folgt dann immer die „Moral“, oder eine Lebensweisheit. In den Texten wird das menschliche Denken und Handeln, mit allen sozialen Problemen usw. auf die Natur, meist in Gestalt von Tieren übertragen. Zur besseren Veranschaulichung der Handlungen treten satirische Elemente auf und wird in einer belehrenden Erzählweise geschrieben.

    Lehrgedicht:

    Lyrik mit aufklärendem, moralischem und lehrhaftem Inhalt. Diese Gedichte können sich auf alle Wissengebiete beziehen.

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  3. Die Aufklärung

     INFO: Der Zeitraum der Aufklärung lässt sich grob zwischen dem 17. und 18. Jahrhundert gliedern. Während der Epoche der Aufklärung versuchte der Mensch anhand von Denken und eigener geistiger Entwicklung althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen zu erneuern und diese auch zu belegen. Ebenso wurden jegliche Vorurteile ausgeblendet und neues oder gar fremdes versucht so gut wie möglich zu akzeptieren.



    Immanuel Kant: Was ist Aufklärung? (1784)
    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung. [...]“



    Hierzu ein Holzschnitt aus dem 16. Jh.
    Erkennbar ist der Mensch, der aus der Vertrauten, bereits erforschten Welt in
    das fremde, unerforschte Jenseits (All) Blickt und neues erfahren will.


     THEMATIKEN mit denen sich die Bevölkerung, die Literatur und auch Wissenschaftler während des Zeitalters der Aufklärung beschäftigten:
    - Toleranz
    - Menschenrechte
    - Vernunftreligion <-> Offenbarungsreligion
    - Humanitätsidee

     EREIGNUNGSGESCHICHTE
    - Im 18 Jh. herrschte eine feststehende Ständeordnung (Menschen litten an Alltagssorgen, Krankheiten, Seuchen, Hungersnöte, Missernten, sowie Kriege etc.)
    - Kaum Kenntnisse in Medizin oder Naturwissenschaften, diese erlebten erst durch die Aufklärung ihren Aufschwung
    - Nur die wenigsten und gebildetsten Menschen konnten Lesen und Schreiben
    - Unveränderbare Wertvorstellung dieser Gesellschaft: Die Gesellschaft und soziale Stellung, die Alltagssorgen und Herrscher sind gottgewollt, und somit nicht hinterfragbar.
    - Jedoch wurde in diese Zeit hinein die bestehende Ordnung hinterfragt Beginn der Aufklärung: Welt und Natur werden durch Beobachten, Forschen, Suchen, Experimente erklärt
    - Durch dieses Forschen und Erklären hinterfragt der Mensch die gottgewollte Ordnung, akzeptiert diese vorgegebene Dogmen der Kirche nichtmehr. Somit benutzt der Mensch seinen eigenen Verstand und seine Vernunft, löst sich somit von bestehenden Erkenntnissen Aufstieg der Naturwissenschaft und zu gesellschaftspolitischen Ideen:
    • John Locke: Gleichheit des Menschen (Menschenrechte)
    • Montesquieu: Gewaltenteilung (Legislative, Exekutive, Judikative)
    - Prozess der Befreiung aus der Bevormundung in Wissenschaft und Gesellschaft nennt man nun Aufklärung; Durch die Machtansprüche von König, Adel und Klerus sowie die Bequemlichkeit und Ängstlichkeit der Menschen war dies ein langer Prozess
    - Obwohl die meisten Denker der Aufklärung die Kirche wegen ihres Reichtums, Machtmissbrauchs und ihres Dogmatismus kritisierten, lehnten sie Religion nicht grundsätzlich ab, sie vertraten die Idee des Deismus: Gott hat die Welt erschaffen, nimmt aber später keinen Einfluss mehr auf die Geschehnisse auf der Erde.




    G.E. Lessing:
    „An die Stelle der Religion muss die Überzeugung treten“



     KULTURGESCHICHTE:
    - Im 18. Jh. veränderte sich durch die Aufklärung die Einstellung zur Natur von Grund auf. In diesem Kontext änderte sich auch das Verständnis der Geschlechter:
    • Frauen galten von nun an nicht mehr als „unvollendeter Mann“, sondern als total gegensätzliche Wesen





    Immanuel Kant:
    „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“



    Quelle: http://www.lehrer.uni-karlsruhe.de/~za874/homepage/aufklaerung.htm
    http://de.wikipedia.org/wiki/Zeitalter_der_Aufkl%C3%A4rung
    http://www.geschichtsforum.de/f288/zeitalter-der-aufkl-rung-zusammenfassung-22072/
    Schulmaterial aus der 10. Klasse

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  4. Während der Epoche der Aufklärung fanden wichtige historische Ereignisse im Ausland statt:

     Französische Revolution (1789 -1799):

    Gründe:
    - Frankreich wurde von einem absolutistischen Herrscher regiert. D.h., der König hält die unbeschränkte Staatsgewalt in den Händen verwehrt den Untertanen jede Möglichkeit der Mitsprache.

    - Frankreich war geprägt von der Ständegesellschaft. D.h., das Volk Frankreichs war in drei Stände aufgeteilt, nämlich in den Klerus, den Adel und in das restliche Volk. Dem Klerus und dem Adel werden hierbei sämtliche Rechte vorbehalten wie z.B. die Steuerfreiheit, das Jagdrecht oder einen Offiziersrang im Militär. Dem niederen Volk ging es also durch diese immense Steuerlast die es alleine tragen musste und auch durch die gestiegenen Lebenshaltungskosten sehr schlecht.

    Ziele:
     Freiheit
     Gleichheit
     Brüderlichkeit

    Erreichte Ziele:
     Alle geforderte Ziele wurden erreicht und durchgesetzt
    •1807: Befreiung der Bauern
    •1808: Änderung der Städteordnung
    •1812: Judenemanzipation (Gleichberechtigung): Juden dürfen wieder Besitz erwerben, Geschäfte betreiben, Ämter begleiten.
    •1814: Einführung der allg. Wehrpflicht: Adlige und Bürgerliche werden gleichgestellt.

    Unabhängigkeitserklärung der USA am 04.07.1776
    - Die USA löst sich am 04. Juli von Großbritannien los und bestanden auf ihr Recht einen eigenen souveränen Staat zu gründen.

    Säkularisation
    Säkularisieren bedeutet, dass kirchliche Besitztümer, wie Land oder Vermögen, eingezogen werden und diese dann dem Staat überschrieben werden.
    Im Zeitalter von Napoleon (ca.1803) fand die Säkularisation im großen Stil statt. Beinahe alle geistlichen Reichsstände wurden aufgelöst und gehörten fortan dem Staat.

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  5. BILDENDE KUNST
    Um die neuen Ideen der Aufklärung zu verbreiten nutzte man die damals entstehenden Wochenschriften als erstes Massenmedium.

    Theater:
    Die wichtigsten Theater-Autoren waren zu Zeiten der Aufklärung Gotthold Ephraim Lessing und Christian Fürchtegott Gellert.
    Sie schrieben in der Zeit von 1745-1780 zahlreiche Werke für das Theater, von welchen einige Uraufgeführt wurden.
    Die bekanntesten Aufführungen waren „Nathan der Weise“ von G. E. Lessing und das Lustspiel „die Betschwester“ von C. F. Gellert.

    Kunst:
    Der Mensch wurde als betrachtendes und empfindendes Subjekt in den Mittelpunkt der gestellt. Daraus entwickelte sich ein Kunstverständnis, dass bis in die Gegenwart andauert.

    Literatur
     Dichtung: Die Dichtung wandelte sich stark, denn im Mittelpunkt stand nicht mehr die Unterhaltung der höfischen Gesellschaft, bei der der Adel gelobt wurde, sondern das bürgerliche Leben und das Ziel das Bürgertum aufzuklären.
     Drama: Das Drama spielte zu Zeiten der Aufklärung eine große Rolle, da man hoffte die Leser damit besser erziehen und verändern zu können.

     Roman: Die Blütezeit des Romans war in der Aufklärung. Anfangs verachtet man die Abenteuer-, Liebes- oder Schelmenromane noch, doch die Aufklärer waren begeistert und entwickelten diesen weiter, indem sie den höfischen Roman in einen bürgerlichen Roman umwandelten


    Literarische Formen (Lyrik der Aufklärung)
    - bürgerliches Trauerspiel
    - Fabel,
    - Lehrgedicht

    Musik

    Mit der Musik tat sich die Bewegung der Aufklärer schwer. Wissenschaftler und Künstler versuchten zwar über die ganze Epoche hinweg die Grundlagen der Musik mittels strenger Vernunftsorientierung dingfest zu machen. Jedoch löste die Musik beim Hörer unkontrollierbare Leidenschaften hervor, welche den Versuch letztendlich scheitern ließen.
    Adelsabhängige Komponisten wurden zu Zeiten der Aufklärung selbständige Künstler und sie bekamen die Möglichkeit in der Zeit der neuen Ideen, auch neue Kompositionstechniken zu entwickeln. Mozart und Haydn schufen zu dieser Zeit neue Formenverbindlichkeiten und Kompositionsschulen der Symphonie. U.a. verwendete Beethoven die neuen Entwicklungen für seine zukünftigen Symphonien. Die wichtigsten Komponisten in Frankreich waren während der Aufklärung Jean-Baptiste Lully und Jean-Phillipe Rameau.

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